2018

Eine Fotoreportage von Christoph Löffler über Flucht und Unterbringung zum 18. Internationalen Tag der Migranten*innen.
Ein Text über den Versuch Menschen zu helfen.
Und ein impliziter Spendenaufruf.

Christoph, unser Fotograf in Sarajevo, hat uns eine kleine bewegende Geschichte aus dem Alltag unserer Emergency Response geschickt: wie eine kleine Wunde zu einem großen Problem werden kann.

Den Tag der Menschenrechte, vor genau 70 Jahren durch die UN verabschiedet, nehmen wir zum Anlass um auf die Situation Geflüchteter auf der sogenannten Balkanroute aufmerksam zu machen.

Seitdem das Mobile Hospital die Grenze nach Rojava überquert hat ist es still geworden um unser Engagement in Nordsyrien. Das heißt aber mitnichten, dass wir untätig gewesen wären oder sind in der Region. Eher die Frage nach einem „wie“ hat uns in der Kommunikation dazu aufgehalten.

Vor einigen Wochen hatten wir angekündigt im Rahmen unserer Emergency Response Balkan auch auf Lesbos arbeiten zu wollen. Nachdem unser Team die Situation vor Ort einige Tage beobachtet hatte war aber klar, dass wir als Organisation unter den dortigen Umständen nicht arbeiten wollen. Die Gründe für diese Entscheidung findest du hier in unserer ausführlichen Stellungnahme.

Unser Team hat Bosnien erreicht, die Versorgung der Geflüchteten hat begonnen.

Die Vorbereitungen für unseren Einsatz in Bosnien sind abgeschlossen. Ernüchterung dagegen bei unserem zurückgekehrten Team aus Lesbos.

Neben dem geplanten Einsatz in Bosnien umfasst unsere Emergency Response Balkan noch eine weitere wichtige Aufgabe – die medizinische Versorgung von Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos. Unser erstes Team ist dort bereits gestern angekommen und wird umgehend mit der Arbeit beginnen.

Noch immer harren tausende Flüchtlinge, darunter Alte, Kinder und Schwangere, auf der sogenannten Balkanroute und auf Lesbos, Griechenland aus. Sie sind die Opfer der verfehlten Flüchtlingspolitik Europas und sitzen zum Teil seit Jahren unter schlechtesten Bedingungen in Camps fest. Mit dem einsetzenden Winter verschlechtert sich die Situation erfahrungsgemäß dramatisch. Deswegen werden wir mit unserem Emergency Response Team die medizinische Versorgung der Flüchtlinge in Bosnien-Herzegowina und Lesbos unterstützen.

Das Projekt "Mobile Hospital" ist abgeschlossen, das Krankenhaus in Nordsyrien übergeben, die letzten Rechnungen beglichen und die Bücher geschlossen. Viele Menschen haben uns bei der Umsetzung des Projektes geholfen, viele haben gespendet. Wir möchten euch zeigen, wofür wir eure Spenden verwendet haben und ziehen Bilanz.

Vor gut einem Jahr war Elisa als Ärztin für CADUS im Einsatz in Mossul, Irak. In unserem Traumastabiliserungspunkt kurz hinter der Front haben sie und viele weitere Freiwillige ihr Bestes gegeben um die vielen Verletzten der Kämpfe um die Altstadt zu versorgen. Jetzt, ein Jahr später, wirft Elisa einen Blick zurück auf die Ereignisse und was davon geblieben ist.

Im Sommer 2017 stand die Rückeroberung Mossuls vom IS im Fokus der internationalen Medien. Die humanitäre Katastrophe war in vollem Gange, als wir mit unseren Teams eintrafen. Ein Rückblick mit Einsichten aus unserem Blog.

Tarek Khello (geboren 1985, Studium in Damaskus) ist Journalist und Geflüchteter. Weil er in Syrien kritisch über das Assad-Regime berichtet hat, wurde Tarek mehrfach eingesperrt. Er entschied sich für die Flucht und wurde in das spezielle Flüchtlingshilfsprogramm „Resettlement" aufgenommen. 2013 kam er nach Deutschland. Seit 2016 ist Khello als freier Journalist tätig. 2017 hat er den Axel Springer Preis in Silber bekommen für einen TV-Beitrag über Schleppernetzwerke.

Rebecca Kupfner hat sich für CADUS mit ihm getroffen.

Henryk war letztes Jahr mit CADUS im Nordirak, aber auch nach seiner Rückkehr setzt er sich ein für die Menschen dort.

Interview und Foto: Kenny Karpov

 

 

So ein Mobile Hospital in Trucks verschenkt man nicht eben mal so. Damit die zukünftig damit arbeitenden Teams wissen, wie alles funktioniert, wo sich alles befindet und wie man es am besten benutzt, bekommen sie von unserer Crew ein eingehendes Training. CADUS-Techniker Chris hat die Freiwilligen von Heyva Sor a Kurd (HSaK) eingeführt.

Einsatzleiterin Fee war für eine erste Lageeinschätzung in den nordsyrischen Gebieten rund um Rakka und Deir ez-Zor. Bald wird entschieden, wohin es als nächstes geht. Natürlich dorthin, wo das CADUS-Team am effektivsten helfen kann.

Wir haben es geschafft! Wir sind mit unserem mobilen Krankenhaus in Nordsyrien angekommen. Der lange Atem hat sich gelohnt. Letztlich waren es nur ein paar Meter für die LKWs über den Tigris, aber insgesamt ein langer Weg für das Projekt „Mobile Hospital“.

Am 10. April konnten wir im Kinder- und Frauen Hospital (al-Khansaa) im Osten von Mossul eine Spende der Firma FujiFilm Sonosite übergeben. Es handelt sich um eines der neuesten auf dem Markt erhältlichen mobilen Ultraschallgeräte. Unser ehrenamtlicher Arzt, Dr. Henryk Pich (Anästhesist, Notfallmediziner und Intensivpflege) war dabei.

Mit Bildern von Kenny Karpov.

Newroz ist das Neujahrs - und Frühlingsfest der Kurden. Am liebsten wird es in Friedenszeiten draussen gefeiert, in der Natur. Mit Musik, Essen und Tanz. Ein paar Eindrücke aus dem Irak von Fee Baumann.

Unser Techniker ist mittlerweile in Erbil angekommen und hat sich bereits einen ersten Überblick über die Trucks verschafft. Unter anderem durch die lange Standzeit gibt es noch das eine oder andere zu reparieren und zu warten. Jetzt geht es darum, möglichst bald alle Genehmigungen für die Überfahrt nach Syrien in der Hand zu haben. Wenn alles gut geht, können wir noch in diesem Monat oder spätestens Anfang April nach Syrien starten.

Der jahrelange Konflikt in Syrien und die damit verbundene humanitäre Krise hat Millionen von Frauen Gewalt, Hunger und großer Not ausgesetzt. Für die meisten dort – Freie oder Gefangene, Gleichberechtigte oder Unterdrückte, Verletzte und Traumatisierte, Hungernde und Versorgende -ist der Tag heute auch ein Kampftag.

Gute Nachrichten! Das Mobile Hospital setzt sich in Kürze in Bewegung Richtung Syrien! Ende der Woche fliegt unser Techniker zusammen mit unserer Country Koordinatorin nach Bagdad. Wenn alles glatt läuft, bekommt CADUS dann auch das Go für Syrien- der Antrag an die WHO ist abgegeben. Was wir im Irak und in Syrien vorhaben und vor allem, wie die medizinische Lage vor Ort ist, weiss CADUS- Regional Managerin Fee Baumann. Sie ist in Erbil (Nordirak) und bereitet von dort aus die nächsten Missionen vor.

Letzte Woche war auf tagesschau.de zu lesen, dass die Bundesregierung neben ihrer „Sorge“ über die türkische Militäraggression auch von „legitimen Sicherheitsinteressen“ spreche. Die Türkei sei ja mehrfach das Ziel von Aggressionen des IS von syrischem Boden aus gewesen. Die neunte Runde der syrischen Friedensgespräche in Wien letzte Woche wird wohl auch nicht als Erfolg in die Geschichte eingehen. Eigentlich weiß man da jetzt gar nicht, wo man anfangen soll...

Gemeinsamer Social Media Action Day: Stoppt EU-Unterstützung für Libysche „Küstenwache“

Am Sonntag, den 28. Januar 2018 rufen Organisationen der zivilen Seenotrettung und humanitären Hilfe zu einem Social Media Action Day auf. Über den gesamten Tag werden die beteiligten Organisationen Artikel, Bilder und Videos posten, um die Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Europäischen Union und der so genannten libyschen Küstenwache zu kritisieren.

Das Projekt Mobile Hospital ist unser bisher Größtes. Zweieinhalb Jahre sind seit der ersten Idee vergangen. In Do it yourself-Manier haben wir ein mobiles Krankenhaus auf Allrad-LKWs gebaut. Dabei haben wir unglaublich viel Unterstützung aus allen Ecken bekommen. Wir sind aber auch auf viele Widerstände gestoßen.

Im Januar 2018 erreichen wir endlich unser Ziel in Syrien. Zeit, nochmal zurückzuschauen.