2020

Eine Straßenszene in Raqqa im Dezember 2018 ©CADUS

Die letzten zwei Jahre war die Klinik in Rakka unser kleines Erfolgsprojekt, was viel zu wenig Aufmerksamkeit bekam. In den zwei Jahren in denen wir das Projekt gemeinsam betrieben, wurde die Klinik zu einem wichtigen Anlaufpunkt für die allgemeinmedizinische sowie pädiatrische und später auch gynäkologische Versorgung in Rakka. Umso trauriger sind wir, dass wir nun das Ende der gemeinsamen Arbeit in Rakka verkünden müssen.

Drei Helfer*innen posieren mit einem Lastenrad vor dem CADUS Makerspace.

Seit knapp 5 Wochen produzieren und verteilen wir vom xHain Stoffmasken und Gesichtsvisiere. Wir schauen dabei auf eine Entwicklung zurück, die wir so nicht haben kommen sehen.
Ein Gastbeitrag von Felix Just vom xHain Berlin zur aktuellen Gesichtsvisier-Initiative.

Wir sind bei der Spendenkampagne des deutschen Charity-Streams Friendly Fire dabei! Gemeinsam mit #leavenoonebehind und dem Gängeviertel haben wir ein Statement zur aktuellen Situation verfasst.

Vier Medics mit Gesichtsschilden.

Internationale Hilfe in der gegenwärtigen Corona-Krise ist notwendig. Dabei stehen alle Organisationen vor einigen Herausforderungen.

Momentan ist es uns in deutschen Städten wohl mehr als sonst bewusst, wie wichtig sauberes Wasser für einen reibungslosen Alltag ist. Viele von uns kochen derzeit häufiger, als sie es sonst tun. Täglich werden wir daran erinnert, wie wichtig gründliche Handhygiene ist.

Zwei Personen verpacken face shields an einem Tisch, dahinter verschiedene Werkzeuge und Maschinen.

Im CADUS Crisis Response Makerspace, wo sonst Holzspäne fliegen und Schweißgeräte blitzen, stehen seit zwei Tagenviele Kisten und Kartons mit Stirnreifen und Folien. Diese Teile gehören zu Gesichtsschilden, sogenannten face shields, die seit dem zehnten April auch von hier aus an medizinische Einrichtungen verteilt werden.

Eine Patientin wird auf einer Trage liegend beatmet und von zwei Personen behandelt.

Seit nunmehr zwei Wochen kennt das Tagesgeschehen neben der Gesundheitskrise, ausgelöst durch die Krankheit COVID-19, und die sich dramatisch verschlechternde Weltwirtschaftslage, gleicher Auslöser, andere Ursache, kaum noch andere Nachrichten. Clubsterben, Einzelhandel, Rettungsschirme, Reise- und Kontaktbeschränkungen, all das steht in einem Zusammenhang mit der gegenwärtigen Pandemie.

Mit dem Projekt CAROLA beteiligt sich CADUS an einer Initiative, die dem akuten Mangel an Gesichtszmasken in der COVID19-Pandemie mit einer flexiblen und langfristigen Lösung begegnet.

Zwei Dozent*innen unterrichten medizinisches Personal im Krankenhaus in al-Hol.

Die Finanzierung unseres Krankenhauses ist erstmal gesichert und wir setzen die Trainings des medizinischen Personals fort. Unter anderem geht es dabei um die Behandlung von Verbrennungen, die wir als einziges Krankenhaus im Camp behandeln können.

Willkommensschild an einem Zaun von einem Camp für Geflüchtete auf Lesbos

Das Corona-Virus stellt uns alle vor Herausforderungen. Für die Geflüchteten in den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln ist die Gefahr eines Ausbruchs ungleich größer.

#LeaveNoOneBehind

Eine Landkarte von Nordostsyrien mit Standorten und Kurzbeschreibungen von CADUS-Projekten.

Während sich die humanitäre Situation in Nordostsyrien keineswegs entspannt hat und die Bedrohung für das Gesundheitssystem und die Menschen durch das sogenannte Coronavirus zunimmt, wurde die Arbeit für Hilfsorganisationen erneut erschwert.

Ein Mann in Kobané mit traditioneller Kopfbedeckung lächelt und zeigt ein Peace-Zeichen. Dazu der Spruch: "Human Rights for all"

Wiedermal eine Möglichkeit für die EU zu zeigen, aus welchem Holz sie in Bezug auf Menschenrechte geschnitzt ist. Und wiedermal hört man das Holz krachend bersten.

Mehrere Menschen laufen inmitten zerstörter Gebäude über schlammige Straßen.

Seit Ende Dezember sind, bis vor wenigen Tagen von europäischen Medien weitgehend unkommentiert, über eine Million Menschen in Syrien wieder auf der Flucht. Fliehend vor russischen Luftangriffen, schweren Artillerieschlägen auf dicht bewohntes Gebiet, vor den Bodentruppen der syrischen Armee. In Idlib nähert sich das, was man nur zynisch als Ende des neunjährigen Krieges in Syrien beschreiben kann. Ein Ende in Gestalt von millionenfachem Leid, blinder Zerstörung, Plünderung und Demütigung. Kurz gesagt: Ein Ende in Gestalt der Herrschaft Assads.

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten stellen die des/der Autor*in dar und sind nicht notwendigerweise offizielle Position von CADUS e.V.

Irakische Panzer fahren morgens in Hawija auf einer Straße zwischen Äckern im Oktober 2017.

Die meisten von uns waren noch gar nicht richtig ins neue Jahr gestartet, als sich die Ereignisse in der Region anfingen zuzuspitzen. Die letzten drei Wochen waren für mehr oder weniger aufmerksame Nachrichtenleser*innen voller turbulenter Nachrichten, manche Medienvertreter*innen sprachen gar von einem neuen Krieg im Nahen Osten. Der folgende Beitrag soll die Ereignisse in Irak und Syrien kurz darstellen und beleuchten, welche Auswirkungen wir bei CADUS für humanitäre Akteure vor Ort fürchten.

Ein Leuchtturm aus Holz vor einem OIO-Schild in der Kongresshalle.

Auch dieses Jahr waren wir wieder auf dem Chaos Computer Congress - zwischen Talks, Engeln, Schiffen und Leuchttürmen. Ein Rückblick auf "unseren" 36c3.

Wir verabschieden das vergangene Jahr 2019 und damit das fünfte Jahr unseres Bestehens. Wir lassen 2019 revue passieren und blicken vorwärts ins Jahr 2020.
Also auf ins sechste Jahr CADUS!