Code of Conduct von CADUS

Als Basis für unsere Arbeit gelten die humanitären Grundsätze, die nach unserer Ansicht, immer noch brandaktuell sind.


Unparteilichkeit

Die Menschenrechte gelten für jede*n, egal was die Person vorher getan hat. Als humanitäre Helfer*innen sind wir weder Richter*innen noch Vollstrecker*innen. D.h. dass wir Menschen nach Notwendigkeit behandeln und nicht danach, ob ihnen die Zugehörigkeit zu einer „ethnischen“, religiösen oder politischen Gruppe zugeschrieben wird.


Unabhängigkeit

Es wäre utopisch zu behaupten, dass humanitäre Arbeit völlig losgelöst von finanziellen Zwängen stattfindet. Für uns ist es wichtig, mit diesen monetären Zwängen transparent und offen umzugehen. Wir stellen uns ganz klar gegen eine Finanzierung, die an die Interessen jeglicher politischen oder religiösen Parteien gekoppelt ist. Wir würden uns wünschen unsere Projekte rein aus Privatspenden finanzieren zu können. Aufgrund der extrem hohen Kosten, die vor allem die medizinische humanitäre Nothilfe mit sich bringt, ist dies jedoch nahezu unmöglich. Darum finanzieren wir uns zum Teil durch Gelder internationaler Institutionen, welche aber wiederum selbst den humanitären Grundsätzen verpflichtet sind (wie die Institutionen der Vereinten Nationen). Neben privaten Spenden nehmen wir auch Gelder über Stiftungen und aus der Privatwirtschaft an. Als Grundvoraussetzung gilt hierbei, dass diese unter keinen Umständen unsere Arbeit und die Art wie diese ausgeführt wird beeinflussen oder lenken dürfen. Darüber hinaus dürfen Firmen und Stiftungen, die uns unterstützen, in keinem Widerspruch zu denen von uns vertretenen Werten und Grundsätzen stehen.


Neutralität

In unseren Einsätzen unterscheiden wir nicht nach der Herkunft der Menschen, ihrer politischen oder religiösen Zugehörigkeit. Humanitäre Hilfe bedeutet, dass jede*r Mensch das Recht auf Hilfe und Unterstützung hat. Strukturen und Politik, die dieses Leiden verursachen, wollen wir offen kritisieren, da diese letztendlich unsere Arbeit notwendig machen. Unser Ziel ist klar: Im Grunde wollen wir uns selbst überflüssig machen. Das funktioniert nur, wenn wir uns mit den Menschen, die sich in Krisen befinden und auf Unterstützung angewiesen sind, solidarisieren. Diese Solidarität ist es, welche uns antreibt humanitär zu handeln. Humanität bedeutet für uns nicht nur die kurzfristige Bekämpfung von Leid, sondern mit den Betroffenen gemeinsam daran zu arbeiten dieses Leid zu vermeiden.