Paramedic-Ausbildung

Das Problem

In der Region Rojava im Norden Syriens liegt das Gesundheitssystem durch über 5 Jahre Bürgerkrieg am Boden. Medizinisches Fachpersonal ist geflohen oder dem Bürgerkrieg zum Opfer gefallen und damit auch ihr Know-How verloren. Krankenhäuser sind größtenteils zerstört. Dementsprechend gibt es weder standardisierte Verfahren zur Behandlung, noch ausreichend Material, Medikamente und Gerätschaften um eine grundlegende medizinische Versorgung zu gewährleisten. Minen- und Schussverletzungen sind neben den alltäglichen Notfällen eine Herausforderung für das verbliebene Fachpersonal. 

Auch der Rettungsdienst ist in der Region kaum noch existent. Ambulanzen gibt es so gut wie keine, ebenso fehlt ein funktionierendes Alarmierungssystem. Momentan läuft die spärliche Einsatzkoordination über störanfällige Handys. Standardisiertes Material und Fahrzeuge mit Sauerstoffversorgung und automatisierten externen Defibrillatoren gibt es nicht. Oft muss bei der Erstversorgung von Verwundeten improvisiert werden.

Unser Lösungsansatz

Aus diesem Grund entsendet CADUS seit September 2014 medizinische Teams in die Region. Hauptsächlich wird das Krankenhaus in Serekaniye unterstützt. Kooperationspartner vor Ort ist Heyva Sor a Kurd (Kurdischer Roter Halbmond). Heyva Sor organisiert in Rojava trotz schwierigster Bedingungen auf Grund des Embargos viele kostenfreie Angebote der Gesundheitsversorgung. Unter anderem kümmert sich Heyva Sor um die Behandlung und den Transport von Verletzten in der Region. Mit unserer Ausbildung unterstützen wir den Aufbau eines flächendeckenden Rettungsdienstes in Rojava und bekämpfen damit ganz praktisch Fluchtursachen.

Das Konzept – ein modulares “train the trainer” Programm

Ziel der Ausbildung ist es mittelfristig ein “train the trainer”-System zu etablieren. Wir wollen die Kursteilnehmer*innen in die Lage versetzen anschließend selber Personal fortbilden zu können. Durch diesen Prozess wird Heyva Sor ermächtigt die Schulungen zukünftig ohne externe Hilfe durchzuführen.

Leider mussten wir schon die Erfahrung machen, dass es für unsere medizinischen Teams schwierig sein kann die Grenze zu passieren. Aus diesem Grund arbeiten wir parallel an einer e-learing Plattform, die den Auszubildenden neben dem Präsenzunterricht eine Weiterbildungsmöglichkeit bieten soll

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