Trauma Stabilisation Point Mossul

Zielland/-region: Irak

Zeitraum: Juni 2017- Dezember 2017

Kurzbeschreibung:
CADUS hat im Zuge der Rückeroberung Westmossuls medizinische Traumaversorgung für Zivilist*innen angeboten. Dieser Einsatz hat uns dabei im Sommer 2017 anderthalb Kilometer hinter das Kampfgeschehen geführt, wo wir ein Teil des ersten Gliedes in der Notversorgungskette waren. Im weiteren Verlauf wurde unser Einsatz auf Tal Afar, Hawidscha und die Provinz al-Anbar ausgeweitet.

Projektverlauf:
I
m Zuge des Projekts „Mobile Hospital“ wurden wir von internationalen und irakischen Organisationen angefragt, ob wir mit Teilen des Equipments einen zivilen Traumastabilisierungspunkt in Mossul stellen könnten. Der Westteil der Stadt war zu diesem Zeitpunkt immer noch zwischen Islamischen Staat und den Sicherheitskräften des Irak stark umkämpft, die verletzte Bevölkerung wurde trotz schwerster Verwundungen oft nur unzureichend versorgt. Unsere Aufgabe war es, Verletzte vor dem Weg in die weit entfernten Krankenhäuser erstzuversorgen, lebensgefährliche Blutungen zu stillen und für den notwendigen Transport zu stabilisieren.

Allein in Mossul haben wir mehrere Tausend Personen versorgt, in der Endphase der militärischen Kampagne auch viele mangelernährte Kinder. Die späteren Einsätze deutlich weiter entfernt vom Kampfgeschehen waren geprägt von dringend benötigter allgemeinmedizinischer Versorgung für die Zivilbevölkerung. Viele waren seit Jahren nur unzureichend oder gar nicht medizinisch versorgt worden, dementsprechend gravierend waren einige chronische Erkrankungen.

Unser erster Einsatz in einem Kriegsgebiet, so nah am Konfliktgeschehen, war sehr fordernd aber hat uns auch innerhalb eines Jahres durch diese Herausforderung einen großen Schritt als Organisation weiter gebracht.

Wir danken allen Unterstützer- und Spender*innen, die dieses Projekt möglich gemacht haben!

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