{"id":9546,"date":"2016-02-14T15:48:00","date_gmt":"2016-02-14T15:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cadus.madways.de\/unkategorisiert\/unsere-erste-woche-in-rojava-1-2\/"},"modified":"2016-02-14T15:48:00","modified_gmt":"2016-02-14T15:48:00","slug":"unsere-erste-woche-in-rojava-1-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/artikel\/unsere-erste-woche-in-rojava-1-2\/","title":{"rendered":"Unsere erste Woche in Rojava 1\/2"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce_text block\">\n<p>Unser Fazit nach einer Woche: Wir haben mit sehr vielen \u201aRatsvorsitzenden\u2018 der Selbstverwaltungsstrukturen, Betroffenen des Krieges, sowie Fl\u00fcchtlingen aus anderen Teilen Syriens und dem Irak gesprochen. Zudem haben wir einen guten Eindruck vom t\u00e4glichen Leben in der Region bekommen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem haben wir uns mit Menschen, die der PYD nahestehen wie auch mit solchen, die sich in anderen politischen Parteien organisieren, und sich trotzdem an den eingef\u00fchrten Strukturen beteiligen, getroffen. Unsere Gespr\u00e4chspartner geh\u00f6rten vielen unterschiedlichen Religionen und ethnischen Gruppen an.<\/p>\n<p>Was als Eindruck bleibt: Rojava als Idee, nicht nur als Region, ist unglaublich spannend. Die Menschen hier haben es geschafft, friedlich eine tats\u00e4chliche Alternative f\u00fcr das Zusammenleben unterschiedlicher Bev\u00f6lkerungsanteile unter voller Beteiligung aller Minderheiten zu schaffen. Inwieweit alles, was als Idee im Raum steht bzw. als Struktur geschaffen wurde, sich auch im Alltag des einzelnen Menschen ausdr\u00fcckt, kann nat\u00fcrlich aus unserer Position nicht beantwortet werden. Dazu kann man nur unspezifisch mit Bauchgef\u00fchlen reagieren. Und diese Bauchgef\u00fchle sprechen von erlebter Solidarit\u00e4t der Menschen untereinander und von tiefer und echter Dankbarkeit der Gefl\u00fcchteten gegen\u00fcber der YPG\/YPJ. Sie sprechen auch von wachsendem Vertrauen und stetigem Dialog zwischen Religionen und Ethnien, welche sich in anderen Teilen des Nahen Ostens weiterhin mit allen Mitteln bek\u00e4mpfen. Von Zur\u00fcckdr\u00e4ngung der Religion aus dem gesellschaftlichen Miteinander in den jeweiligen pers\u00f6nlichen Alltag. Und nicht zuletzt von Ideen zu Emanzipation, die den meisten mitteleurop\u00e4ischen Gesellschaften zurzeit voraus sind.<\/p>\n<p>Unsere Delegation war nicht geplant als Werbekampagne f\u00fcr Rojava, und sie soll es auch trotz vieler positiver Erlebnisse nicht sein. Und so bleiben wir weiterhin so objektiv und kritisch wie m\u00f6glich. Zum einen ganz praktisch, um ein m\u00f6glichst detailliertes Bild zu bekommen, wie wir in dieser Krisenregion humanit\u00e4r helfen k\u00f6nnen. Zum anderen aber auch, um auch m\u00f6gliche Schattenseiten des Projektes Rojava nicht zu \u00fcbersehen. Momentan k\u00f6nnen wir nur sagen, dass die Menschen in der Region nicht von einem Teil der Bev\u00f6lkerung in ein System gezwungen werden, sondern dass der gesellschaftliche Prozess auf gemeinsamem Dialog fu\u00dft. Wie alle basisdemokratischen Prozesse verlangsamt das vieles; wir wurden z.B. eingeladen, an einer Gerichtsverhandlung auf Grundlage von Mediation teilzunehmen. (&#8230;wird so bald als m\u00f6glich fortgesetzt)<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"info\">Ver\u00f6ffentlicht: <time datetime=\"2014-10-14T19:48:00+02:00\">14.10.2014<\/time><br \/>Verfasser*in: von Jonas Gr\u00fcnwald <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Fazit nach einer Woche: Wir haben mit sehr vielen \u201aRatsvorsitzenden\u2018 der Selbstverwaltungsstrukturen, Betroffenen des Krieges, sowie Fl\u00fcchtlingen aus anderen Teilen Syriens und dem Irak gesprochen. 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