{"id":9552,"date":"2016-02-14T15:48:00","date_gmt":"2016-02-14T15:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cadus.madways.de\/unkategorisiert\/die-situation-ueberall-in-rojava-ist-nach-wie-vor-dramatisch-10\/"},"modified":"2016-02-14T15:48:00","modified_gmt":"2016-02-14T15:48:00","slug":"die-situation-ueberall-in-rojava-ist-nach-wie-vor-dramatisch-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/artikel\/die-situation-ueberall-in-rojava-ist-nach-wie-vor-dramatisch-10\/","title":{"rendered":"Die Situation \u00fcberall in Rojava ist nach wie vor dramatisch"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce_text block\">\n<p>Die Menschen vor Ort sind mit ihren Herzen und Gedanken zur Zeit haupts\u00e4chlich in Koban\u00ea, aber auch in anderen St\u00e4dten und Kantonen ist die Lage \u00e4u\u00dferst kritisch.<\/p>\n<p>Bei Besuchen verschiedener Krankenh\u00e4user und Gesundheitsstationen wird deutlich, dass es im medizinischen Bereich schlichtweg an allem mangelt: Von Antibiotika und Schmerzmitteln bis hin zu qualifiziertem Personal. Im Prinzip wird fast die gesamte Versorgung von ungelernten Kr\u00e4ften gestemmt, medizinische Aus- und Fortbildung findet nicht statt.<\/p>\n<p>Schwerstverwundete K\u00e4mpfer*innen von YPG und YPJ werden mit einfachsten Mitteln notd\u00fcrftig zusammengeflickt, auf Grund der medizinischen Situation werden sie ihr Leben lang nicht vollst\u00e4ndig genesen. Einer der wenigen verbliebenen Chirurgen vor Ort fasst die Situation zusammen: \u201eWir praktizieren hier eine Medizin wie vor 500 Jahren.\u201c<\/p>\n<p>Viele Familien in der Region haben ihre H\u00e4user hergegeben, damit Verwundete nach der Akutphase und Erstversorgung in Krankenh\u00e4usern und Gesundheitsstationen langfristig untergebracht und versorgt werden k\u00f6nnen. Viele Probleme w\u00e4ren mit einer minimalen medizinischen Infrastruktur verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig einfach zu beheben bzw. zu versorgen, aber wie bereits erw\u00e4hnt, fehlt diese vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Von den Betroffenen ist zu h\u00f6ren, dass viele Delegationen von vielen Organisationen bereits vor Ort waren, viel gesprochen, viel geschrieben und viel Tee getrunken wurde, aber eigentlich bisher nichts passiert ist. In Rojava kommt bisher keine Hilfe an und Resignation macht sich breit. An der Haltung Deutschlands wird von Fl\u00fcchtlingen und vielen anderen Menschen kritisiert, dass ausschlie\u00dflich die Peschmerga unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>In Gespr\u00e4chen mit dem Rojava-Gesundheitskomitee und anderen Organisator*innen der Gesundheitsstruktur vor Ort wurden Ideen und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr zuk\u00fcnftige medizinische Hilfe ausgetauscht, aber auch von unserer Delegation musste deutlich gemacht werden, wie schwierig es werden wird, die medizinische Versorgung vor Ort zu verbessern und zu organisieren.<\/p>\n<p>In weiteren Treffen mit politischen Verantwortungstr\u00e4ger*innen und Herva Sor a Curd wird es neben medizinischen Aspekten vor allem auch um Themen wie Bev\u00f6lkerungs- und Katastrophen-Schutz, sowie Wasserversorgung gehen. Immer wieder wird von Repr\u00e4sentant*innen der Kurdischen Verwaltung betont, dass Rojava als Modell zu verstehen sei, wie eine friedliche, multiethische L\u00f6sung f\u00fcr ganz Syrien aussehen k\u00f6nnte. Man verstehe sich ganz klar als Teil Syriens, nicht als \u201eAbspaltung\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"info\">Ver\u00f6ffentlicht: <time datetime=\"2014-10-08T01:00:00+02:00\">08.10.2014<\/time><br \/>Verfasser*in: von Jonas Gr\u00fcnwald <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschen vor Ort sind mit ihren Herzen und Gedanken zur Zeit haupts\u00e4chlich in Koban\u00ea, aber auch in anderen St\u00e4dten und Kantonen ist die Lage \u00e4u\u00dferst kritisch.\u00a0Bei Besuchen verschiedener Krankenh\u00e4user und Gesundheitsstationen wird deutlich, dass es im medizinischen Bereich schlichtweg an allem mangelt: Von \u2026<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":9550,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[80,82],"tags":[],"class_list":["post-9552","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-blog"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9552","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9552"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9552\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9550"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9552"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9552"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cadus.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9552"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}