Pressemitteilung: Umgang mit Flüchtenden aus IS Gebieten: CADUS startet medizinische Versorgung im Flüchtlingscamp Al-Hol

Veröffentlicht am 8. April 2019

von CADUS-PR

Eine Rettungstasche wird für den Einsatz gepackt. ©Christoph Löffler
Eine Rettungstasche wird für den Einsatz gepackt. ©Christoph Löffler

Berlin, 5. April 2019

CADUS e.V., eine Hilfsorganisation aus Berlin, hilft beim Bau eines Feldkrankenhauses im Flüchtlingscamp Al-Hol in Nordostsyrien. Die medizinische Versorgung ist eines der Hauptprobleme in dem mit über 75.000 Menschen hoffnungslos überfüllten Camp. Der Zusammenbruch des IS ist einer der Hauptgründe, weshalb seit kurzem so viele Menschen in diesem Camp sind.

CADUS arbeitet deshalb gemeinsam mit wenigen anderen NGOs vor Ort mit Hochdruck daran, die Situation für die Geflüchteten so gut es geht zu verbessern. Ein großes Problem ist die medizinische Versorgung für so viele Menschen bereit zu stellen. CADUS wird sich dieses Problems annehmen und gemeinsam mit seiner Partnerorganisation, dem Kurdischen Roten Halbmond, ein Krankenhaus mit 30 Betten und einem Operationssaal aufbauen. Die Mitarbeiter*innen von CADUS werden sowohl beratend tätig sein als auch lokales medizinisches Personal im laufenden Betrieb ausbilden. Dies soll eine nachhaltige medizinische Struktur schaffen, von welcher nicht nur das Camp, sondern die gesamte Region profitiert.

Das Flüchtlingscamp war erst in den letzten Wochen derart angewachsen, nachdem mit Baghuz, das letzte vom IS komplett gehaltene Gebiet, von den Syrian Democratic Forces (SDF) eingenommen wurde. Unter den Menschen im Camp befinden sich dementsprechend auch ehemalige IS-Kämpfer und vor allem deren Familien. Das sorgt für zusätzliches Konfliktpotenzial, angesichts der ohnehin angespannten Versorgungslage. Für CADUS steht jedoch fest, dass medizinische Hilfe ein Recht ist, dass allen Menschen zusteht.

„Hier ist die Lage prekär. In den letzten Wochen sind tausende Menschen aus den letzten Hochburgen des IS hierhergekommen. Vor allem Unterernährung ist ein enormes Problem.“
Verena Lauble, Projektkoordinatorin und Deputy Managing Director

Veröffentlicht:
Verfasser*in: von Jonas Grünwald

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