Kritische Situation an IDF-Kontrollpunkt beim MEDEVAC vom 12/10/2024
Veröffentlicht am 16. Oktober 2024
von CADUS-PR

Das Passieren der Kontrollpunkte der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) im Gazastreifen ist ein häufiges Ereignis. Doch trotz der Regelmäßigkeit ist es alles andere als Routine.
Jeder Grenzübertritt ist mit erheblichen Risiken verbunden, insbesondere in Zonen, die als aktive Kampfgebiete ausgewiesen sind. Bewegungen durch diese Kontrollpunkte erfordern eine sorgfältige Koordination, bei der jedes Detail – vom Zeitplan, den Fahrzeugen und dem Personal bis hin zum Zweck der Mission – lange im Voraus mitgeteilt werden muss.
Trotz dieser Bemühungen kommt es nach wie vor erschreckend häufig zu Zwischenfällen. Diese Zwischenfälle reichen von langen Verspätungen über die Belästigung und Einschüchterung nationaler Mitarbeiter bis hin zur vorsätzlichen Beschädigung von Fahrzeugen der Vereinten Nationen (UN) und internationaler Nichtregierungsorganisationen (INGO). Wir haben solche Situationen bereits in der Vergangenheit erlebt. Auch entmenschlichende Behandlung, willkürliche Inhaftierung und körperliche Schäden wurden dokumentiert.
Die Liste solcher Vorkommnisse ist lang und die jüngste medizinische Evakuierung (MEDEVAC) von Kamal Adwan nach Al Shifa mit Beteiligung von CADUS ist ein weiterer besorgniserregender Eintrag in dieser wachsenden Liste. Die Prozeduren, die Krankenwagenbesatzungen und schwerkranke Patient*innen über sich ergehen lassen müssen, und die Risiken, denen unsere Kolleg*innen vom Palästinensischen Roten Halbmond (PRCS) bei lebensrettenden Einsätzen ausgesetzt sind, sind inakzeptabel.
Der ungehinderte Zugang, die Achtung des humanitären Völkerrechts, die Rechenschaftspflicht und der Schutz der grundlegenden Menschenrechte müssen unter allen Umständen gewahrt bleiben. Die fortgesetzte Behinderung humanitärer Missionen durch die israelischen Behörden, insbesondere solcher, die darauf abzielen, Leben zu retten, ist ein schwerer Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht.
Wir müssen gemeinsam unser Engagement bekräftigen, dafür zu sorgen, dass das humanitäre Völkerrecht eingehalten wird. Die Rechte und die Würde aller Menschen, einschließlich derjenigen, die humanitäre Hilfe leisten und empfangen, muss gewahrt bleiben.
Die Patient*innen überwachen, während der Himmel dich überwacht
Die medizinische Neutralität wird psychologisch gesehen immer unsicherer. Das rote Kreuz, der Rettungswagen, das Krankenhaus, die OP-Kleidung oder die Tätigkeit als medizinisches Personal stehen normalerweise für Schutz und Neutralität. Unter ständiger Überwachung mag man diese Schutzmaßnahmen zwar rational verstehen, hat aber gleichzeitig das Gefühl, dass die Identifizierbarkeit nicht unbedingt Sicherheit bedeutet.
Hitze – mehr als nur heiß
Lange Hitzeperioden werden durch den Klimawandel zunehmen. Dabei ist Hitze weit mehr als ein Wetterphänomen. Sie betrifft unser gesellschaftliches Zusammenleben, Gesundheit, Umwelt, Politik und ganz konkret auch unsere Einsätze in Krisengebieten – und wird damit zu einer Frage globaler Gerechtigkeit.
Meet our Team: Felix, Head of Finance
Hinter jedem Einsatz im Krisengebiet steht ein Team, das von Berlin aus dafür sorgt, dass alles reibungslos läuft. Einer davon ist unser Kollege Felix. Seit zwei Jahren ist er bei CADUS, seit über einem Jahr leitet er als Head of Finance unsere Finanzverwaltung. Im Interview erzählt er, wie sein Team und er das deutsche Finanzamt mit der Realität im Kriegsgebiet vereint.




