Hilfstransport aus Berlin in Idomeni angekommen
Veröffentlicht am 22. Juni 2017
von CADUS-PR

Parallel zum Transport unseres ersten Rettungsbootes H.E. Thomsen, das wir zukünftig gemeinsam mit Sea-Watch in Lesbos betreiben werden, hat sich auch ein Hilfstransport auf den Weg nach Idomeni gemacht. Die Zustände vor Ort sind weiterhin unhaltbar. Wir fordern ein sofortiges Handeln der Verantwortlichen!
Über unser Netzwerk und durch die spontane und zahlreiche Unterstützung von vielen Spendern und einigen befreundeten Organisationen und Initiativen konnten wir innerhalb weniger Tage auf die Beine stellen, woran große Organisationen, die Internationale Gemeinschaft und die EU seit Monaten scheitern. Unser Hilfstransport war schnell mit Kleidung und Lebensmitteln gefüllt und konnte sich auf den Weg nach Griechenland machen. Die Zahlen über die inzwischen an der Grenze „gestrandeten“ Geflüchteten variieren. Wir wissen, dass es Tausende sind. Männer, Frauen und Kinder, die sich aufgrund von Verfolgung und Krieg auf den Weg nach Europa gemacht haben. Menschen, die mit nicht viel kommen, außer ihrer Hoffnung. Aber die wird an der ersten inner-europäischen Grenze enttäuscht.
Bereits zum Start unseres Seenotrettungsprojektes haben wir darauf hingewiesen, dass wir das Vorgehen der EU kritisieren und die Unmenschlichkeit, mit der Refugees behandelt werden, verurteilen. Menschenrechte werden in der Türkei, in der Ägäis, in Griechenland, entlang der kompletten sogenannten Balkan-Route und sogar vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) mit Füßen getreten.
Obwohl NGOs, die Medien und zunehmend auch Prominente auf die unhaltbaren Zustände in Idomeni aufmerksam machen, hat sich die Lage in den letzten Tagen verschlimmert. Weiterhin fehlen Unterkünfte, Lebensmittel und Medikamente. Wir konnten mit unserer Lieferung an Lebensmitteln und Kleidung einen kleinen Beitrag leisten. Trotzdem fordern wir die internationale Gemeinschaft und die EU klar dazu auf, die unmenschlichen Zustände zu beenden und die Menschen in Idomeni zu versorgen!
Um unsere Arbeit fortzuführen, sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen. Wir werden deswegen nicht müde, euch zu bitten uns zu unterstützen und über unsere Arbeit zu erzählen. Nur gemeinsam können wir weiter machen und weiterhin etwas bewegen!
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