Update Venezuela
Veröffentlicht am 30. Juni 2026
von Jonas Grünwald

Wir stehen in den Startlöchern für einen Einsatz zur Unterstützung der medizinischen Versorgung in Venezuela in Folge des verheerenden Erdbebens. Eine Zwischenstandsmeldung.
Sechs Tage ist es her, seit die schweren Erdbeben in Venezuela gewütet haben. Die Situation ist nach wie vor unübersichtlich. Über 1700 Todesopfer sind bisher bestätigt, mehr als 50.000 Menschen werden nach Schätzungen noch vermisst. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte schwindet die Hoffnung, noch Überlebende aus den Trümmern bergen zu können.
Währenddessen wird das bereits vor dem Erdbeben angeschlagene Gesundheitssystem mit der Versorgung der über 5000 Verletzten stark strapaziert. Krankenhäuser sind beschädigt und lokales Personal doppelt belastet durch die persönlichen Folgen des Erdbebens und die zusätzlichen Patient*innen.
Genau hier können wir unterstützen: mit spezialisierten Patient*innentransporten (MedEvac) oder mit der Aufstockung einer lokalen Notaufnahme mit sechs Behandlungsplätzen, dabon vier Überwachungsbetten und zwei für Intensivpatient*innen.
In unseren Vorbereitungen halten wir uns bewusst flexibel, um schnell auf geänderte Bedarfe vor Ort reagieren zu können.
Trotz der Hitze der vergangenen Tage haben uns spontan viele Helfer*innen beim Sortieren und Packen des Einsatzmaterials unterstützt. Vielen Dank! Foto: CADUS
Wir haben dem venezolanischen Gesundheitsministerium unser Unterstützungsangebot über den EMT-Mechanismus der WHO übermittelt und warten derzeit noch auf Rückmeldung der lokalen Behörden.
Parallel haben wir mit der Hilfe vieler Freiwilliger bereits medizinisches Equipment und Verbrauchsmaterial, Medikamente, technisches Einsatzmaterial und Verpflegung für das Team gepackt und stellen ein Team zusammen, sodass wir nach einer hoffentlich positiven Antwort direkt in den Einsatz starten können um den Menschen in Venezuela zur Seite zu stehen.
Ceuta und die von der EU verdrängten Fluchtursachen
Warum die aktuelle Debatte an Zäunen und Kontrollverlust hängen bleibt, statt koloniale Geschichte und globale Ungleichheit als eigentliche Fluchtursachen zu benennen.
„Die Arbeit im Sudan erfordert ständige Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.“
Jahrelange Konflikte haben das Gesundheitssystem im Sudan an den Rand des Zusammenbruchs getrieben. Im Interview berichtet unser Kollege Dr. Hisham Abdulaziz von den Herausforderungen der Arbeit in einem instabilen Umfeld und erklärt, warum die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gesundheitsfachkräfte die Grundlage jeder humanitären Hilfe bildet.
Eine Brücke zwischen Forschung und Praxis
Erfolgreicher Abschluss des Forschungsprojektes AMADEUS Mit Feuer und Rauch startete am 8.7.2026 die Live-Demonstration der fliegenden 5G-Mobilfunkzelle samt Kommunikationsplattform zur Darstellung eines detaillierten Lagebildes. Entwickelt hat das ein Forschungskonsortium bestehend aus TH Wildau, Fraunhofer FOKUS, TU Berlin und








