COVID-19 Response: Gesichtsvisiere
Veröffentlicht am 19. August 2020
von CADUS-PR

Foto: Sebastian Gabsch
Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie haben wir uns mit verschiedenen offenen Werkstätten in Brandenburg und Berlin zusammengetan und im CADUS Crisis Response Makerspace ein Logistikzentrum für die Koordination der regionalen Verteilung von Gesichtsvisieren eingerichtet.
Erfolgreiche Kooperation im Makerspace-Netzwerk
Im März 2020 war CADUS mit der ungewöhnlichen Situation konfrontiert, zahlreiche Hilfeanfragen zu bekommen für eine Krisensituation in der wir selbst mitten drin steckten, und für die es in der Welt der humanitären Hilfe noch kaum Handlungsempfehlungen gab. Den notwendigen Innovationsgeist, Flexibilität und die passenden Produktionskapazitäten waren im Netzwerk von Makerspaces in Brandenburg und Berlin reichlich vorhanden. In einem dezentralen Produktionsprozess, der durch ständigen Austausch untereinander laufend optimiert wurde, konnten 25.000 Gesichtsvisiere hergestellt werden.
Logistikzentrum im CADUS Makerspace
Bei CADUS liefen die Anfragen von Einrichtungen für die Gesundheit, für Geflüchtet und von anderen zentralen Dienstleistern zusammen. Wir haben die Verteilung der Visiere priorisiert, ein Kurier-System etabliert, und zusammen mit den Behelfsmasken von masken.berlin in Berlin und Brandenburg verteilt.
Visiere für Brasilien
Durch unsere Kooperation mit Makerspaces auf globaler Ebene über das GIG-Netzwerk sind wir mit indigenen Organisationen in Brasilien in Kontakt gekommen, die uns ebenfalls über ihren Bedarf an Gesichtsvisieren berichteten. Die geplante Verschickung konnte zwar nicht umgesetzt werden, da COVID-19 internationale Logistik ungemein verkompliziert hat. Doch mit unserer Initiative haben wir zumindest den Anstoß für die Etablierung einer lokalen Produktion durch GIG gegeben, und diese mit einer kleinen finanziellen Spende unterstützt.
Meet our Team: Nastia, Infield Operations Coordinator in der Ukraine
In diesem Interview haben wir uns mit Anastasia Vorobyova, Infield Operations Coordinatior in der Ukraine, unterhalten, um mehr über ihren Werdegang, ihren Alltag vor Ort und darüber zu erfahren, was sie antreibt, ihre unverzichtbare Arbeit fortzusetzen. Sie berichtet von ihrem Weg, von der Leitung einer Sprachschule bis hin zu ihrem Engagement in der humanitären Hilfe, von den Lebensrealitäten in einem Konfliktgebiet und von der unglaublichen Widerstandsfähigkeit der Menschen in ihrem Umfeld.
Die Patient*innen überwachen, während der Himmel dich überwacht
Die medizinische Neutralität wird psychologisch gesehen immer unsicherer. Das rote Kreuz, der Rettungswagen, das Krankenhaus, die OP-Kleidung oder die Tätigkeit als medizinisches Personal stehen normalerweise für Schutz und Neutralität. Unter ständiger Überwachung mag man diese Schutzmaßnahmen zwar rational verstehen, hat aber gleichzeitig das Gefühl, dass die Identifizierbarkeit nicht unbedingt Sicherheit bedeutet.
Hitze – mehr als nur heiß
Lange Hitzeperioden werden durch den Klimawandel zunehmen. Dabei ist Hitze weit mehr als ein Wetterphänomen. Sie betrifft unser gesellschaftliches Zusammenleben, Gesundheit, Umwelt, Politik und ganz konkret auch unsere Einsätze in Krisengebieten – und wird damit zu einer Frage globaler Gerechtigkeit.




