Kooperationen rund um die Gesichtsvisiere: ein Zwischenbericht
Veröffentlicht am 31. Juli 2020
von CADUS-PR

Wir, als Teil der Gesichtsvisier-Initiative, freuen uns riesig über so viele fröhliche Träger*innen.
Als es hier so richtig los ging mit der Pandemie, standen wir bei CADUS vor einer auch für unsere Verhältnisse ungewöhnlichen Situation: eine Krise direkt vor der eigenen Haustür, für die es in der Welt der humanitären Hilfe noch kaum Handlungsempfehlungen gab, an denen wir uns hätten orientieren können. Innovation und Flexibilität waren hier gefragt und eine ständige Anpassung an die neuesten Entwicklungen. Über unseren Crisis Response Makerspace waren wir mit genau den Menschen verknüpft, die es in so einer Situation braucht.
Die Community von Maker*innen in Brandenburg und Berlin hat schnell zusammen eine Lösung entwickelt, die dem Mangel an Schutzmaterialien gegen das neuartige Corona-Virus etwas entgegensetzen kann: durch die Kooperation der verschiedenen Makerspaces und offenen Werkstätten ist Gesichtsvisier-Initiative entstanden. Zeit für einen Rückblick, was wir seit März 2020 bisher zusammen geschafft haben.
Eine Statistik der Hilfe, die sich sehen lassen kann
Durch die Kooperation der Maker*innen-Initiative mit solidarischen Firmen wurden 25.000 Visiere produziert und annähernd alle in Berlin und Brandenburg, sowie deutschlandweit und international verteilt. Näher*innen haben in Handarbeit 1.600 Behelfsmasken gefertigt, diese wurden ebenfalls über das Netzwerk herausgegeben. Der Bericht der inzwischen eingestellten Behelfsmasken-Produktion masken.berlin zieht ein positives Fazit: „In wenigen Wochen haben wir eine Infrastruktur entwickelt, die Produktion, Transport und Distribution abwickelt, und diese ständig an unsere Ansprüche angepasst und verbessert“.
Empfänger*innen der Gesichtsvisiere waren vor allem Ärzt*innen, Krankenhauspersonal, Hilfsorganisationen, Einrichtungen für wohnungslose Menschen, Unterkünfte für geflüchtete Menschen und Frauenhäuser. Durch Materialspenden der Produzent*innen, Spendenaktionen und Spenden der Empfänger*innen konnte das Projekt finanziert werden. Eine erfolgreiche Spendenaktion des Charity-Livestreams „Friendly Fire“ mit dem Namen „Friendly Distancing“ auf der Plattform Twitch ermöglichte es uns, neben unserem logistischen Support auch direkt finanziell unterstützen.
Das Projekt hat gezeigt, wie gut zivilgesellschaftliche und ehrenamtliche Organisationen zusammenarbeiten können, wo wirtschaftliche und staatliche Organisationen nicht schnell genug agiert oder aber andere Prioritäten gesetzt haben. Auch wenn sich die Lage momentan etwas entspannt und die Anfragen nach Visieren zurückgegangen ist: das durch die erfolgreiche Kooperation gestärkte Netzwerk steht bereit, im Falle eines erneuten starken Anstiegs von Infektionen und dem einhergehenden Bedarf an Material zur Prävention gegen COVID -19 die Produktion und Verteilung wieder hochzufahren.
Wir danken dem Netzwerk der Gesichtsvisier-Initiative für die tolle Zusammenarbeit und freuen uns, dass wir von den Empfänger*innen der Visiere so viel positives Feedback erhalten haben.
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Verfasser*in: von Cadus PR
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