Cholera-Prävention im Sudan

Veröffentlicht am 15. März 2026

von Jonas Gruenwald

Mit Trainings und Geräten zur Trinkwasseraufbereitung im Sudan helfen wir zukünftige Choleraausbrüche zu verhindern.

Der Bürgerkrieg im Sudan verursacht immenses Leid: mehr als 33 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, über 13 Millionen Vertriebene innerhalb des Landes, zehntausende Tote und zerstörte Lebensgrundlagen.
Davon betroffen ist auch die Wasserversorgung; sauberes Trinkwasser ist in großen Teilen des Landes nicht verfügbar. Der Sudan ist regelmäßig von Cholera-Ausbrüchen betroffen, die Auswirkungen des Krieges verstärken das Problem zusätzlich. Brunnen und Sanitäranlagen sind zerstört, Quellen durch Überflutungen verschmutzt und vor allem den geflohenen Menschen fehlt der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung.

Ein zerstörtes Wasser-Labor in Khartum. Hier wurden früher die Proben aus der gesamten Region analysiert. So wie hier wurde viel Infrastruktur im Sudan zerstört, die für sauberes Trinkwasser notwendig ist. Foto: CADUS

WASH-Trainings

Die letzte Cholera-Ausbruch wurde offiziell im August 2024 bestätigt und erst im März diesen Jahres für beendet erklärt. Im gesamten Sudan infizierten sich 124.418 Menschen und 3573 Todesfälle wurden gemeldet*.

Um erneuten Cholera-Ausbrüchen vorzubeugen, starteten wir im Februar mit ersten Trainings im Bereich WASH (Water, Sanitation and Hygiene) und fokussierten auf die Herstellung, Lagerung und Verteilung von Trinkwasser. Weitere Inhalte waren Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Wassers, außerdem Basiswissen zu Hygiene und Infektionsschutz sowie grundlegendes zur sicheren Sanitärversorgung.

Zusätzlich zu theoretischen Inhalten wurde auch ganz praktisch geübt, wie z.B. die Messung von pH-Wert und Chlorgehalt im Wasser. Foto: CADUS

How to Trinkwasser

Der zweite Grundpfeiler unseres Programms besteht in der Verteilung von Geräten zur Trinkwasseraufbereitung: eines zur Filterung und Desinfektion sowie eines zur Chlorierung des Wassers. Die Geräte werden an medizinische Partnerorganisationen und das Gesundheitsministerium im Sudan verteilt, um die Produktion von sauberem Trinkwasser an den jeweiligen Versorgungspunkten zu ermöglichen und zukünftigen Cholera-Ausbrüchen vorzubeugen.

Auch die Anwendung der Geräte zur Trinkwasseraufbereitung und Chlorierung wurden erprobt. Foto: CADUS

Während der Trainings wurden die Teilnehmer*innen theoretisch und praktisch in die Anwendung der Geräte eingeführt. Insgesamt haben wir in vier Trainings in Port Sudan und Khartum 59 Personen aus unterschiedlichen Organisationen und Behörden trainieren können. Aber auch unsere Teams haben einiges über die lokalen Herausforderungen und praktischen Lösungen der Kolleg*innen vor Ort lernen können.

Geräteverteilung

Jeweils 38 Geräte inklusive Analysetechnik, Verbrauchsmaterial und Ersatzteilen sind derzeit auf dem Weg in den Sudan.

Die Geräte werden an unserem Lager in Berlin verladen. Über Belgien und Kenia werden sie nach Port Sudan geliefert und von dort weiter verteilt. Foto: CADUS

Für unsere Partner*innen vor Ort bedeutet das eine mobile, dezentrale und unabhängige Möglichkeit zur Trinkwasseraufbereitung – und damit zumindest etwas Sicherheit zwischen Cholera und Krieg.

*https://reliefweb.int/report/sudan/sudan-declares-end-its-cholera-outbreak

Swiftwater Training – zwei Erfahrungsberichte

Juni 19th, 2026|

Im Zuge des Klimawandels werden Extremwetterereignisse und Überschwemmungen weltweit zunehmen. Im Rahmenn unseres Climate Emergency Responder-Programms haben deshalb vier Freiwillige von CADUS an einer Trainer*innen-Ausbildung im Bereich Strömungsrettung teilgenommen. Sanne und Laura teilen hier ihre Erfahrungen mit dem Wildwasser.

Tagebuch aus dem Schutzraum

Juni 2nd, 2026|

Die Menschen in der Ukraine sind der ständigen Bedrohung durch Drohnen- und Raketenangriffe des russischen Militärs ausgesetzt. Wohngebiete und zivile Infrastruktur werden wiederholt ins Visier genommen, und es gibt regelmäßig Berichte über Tote und Verletzte. Auch unsere Teams müssen mit dieser Gefahr umgehen. In den folgenden kurzen Auszügen beschreibt eine Mitarbeiterin unseres Teams in Dnipro ihre Erfahrungen der letzten Tage.

Abonniere jetzt unseren Newsletter!

Bleibe informiert über unsere Einsätze, Veranstaltungen und Themen aus der Humanitären Nothilfe.

E-Mail*

Deine Spende macht es möglich, dass wir unsere Ressourcen und Fähigkeiten dort einsetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Nach oben