Von CADUS finanzierte Ambulanzen stehen auf einem Parkplatz von Heyva Sor, fertig zum Einsatz.
Die Ambulanzen transportieren Verletzte in, teilweise mehrere Stunden Fahrt entfernte, Krankenhäuser. Und sind damit wichtiger Bestandteil der Rettungskräfte.

Ambulanzen & Essenspakete – Eure Spenden im Einsatz

Dank eurer Spenden läuft unsere Nothilfe für Nordostsyrien auf Hochtouren. Ein Update.

Über 45.000€ sind seit unserem Aufruf für die Nothilfe in Nordostsyrien/Rojava auf unseren Spendenkonten eingegangen. Damit konnten wir direkt fünf Ambulanzen und Essenspakete für Geflüchtete vor Ort finanzieren. Wir sind überwältigt von der Resonanz und bedanken uns bei allen Spender*innen.

Bereits während der Angriffe der türkischen Armee und ihrer verbündeten Milizen half unser Team in örtlichen Krankenhäusern aus. Doch auch nach dem erzwungenen Abzug unserer internationalen Teammitglieder laufen unsere Projekte in Rakka und al-Hol mit unseren lokalen Mitarbeiter*innen weiter.

Fünf Ambulanzen für Nordostsyrien

Zusätzlich haben wir dank eurer Spenden, in enger Absprache mit unserer Partnerorganisation Heyva Sor, schnelle Nothilfe leisten können. Fünf dringend benötigte Ambulanzen samt Fahrer*innen haben wir komplett für vorerst einen Monat finanziert. Der erste Einsatz für die Fahrzeuge folgte kurz darauf. 30 Schwerstverletzte konnte ein Rettungsteam von Heyva Sor aus der umkämpften Stadt Serekaniye bergen. Die Kämpfe dort dauerten trotz des angeblichen Waffenstillstands noch ohne Pause an. Zwei Tage versuchten sie vergeblich die Stadt zu erreichen. Ihnen wurde kein sicheres Durchkommen gewährt und die Angriffe hielten an.
Die Verletzten in sichere Krankenhäuser bringen zu können ist ein erster Erfolg. Doch noch immer befinden sich Zivilist*innen in der Stadt, abgeschnitten von der Versorgung mit Wasser, Strom und Nahrung.

Der Konvoi wartet vor der umkämpften Stadt Serekaniye, um die Verletzten bergen und in Krankenhäuser transportieren zu können.


Lebensmittel für Geflüchtete

Unsere Mitarbeiter*innen vor Ort versuchen, auch neben ihrer Tätigkeit in unseren Gesundheitsprojekten zusätzlich noch so viel zu helfen wie es nur geht. In Tal Tamr sind tausende Vertriebene aus den umkämpften Grenzstädten angekommen. Mittlerweile liegt Tal Tamr selbst gefährlich nah an der Front, weshalb viele lokale Organisationen die Stadt bereits verlassen haben. Für mehr als eine Grundversorgung der Vertriebenen mit Wasser und Brot reicht es gerade nicht. Deswegen haben unsere lokalen Mitarbeiter*innen mit uns entschieden hier anzusetzen und haben in größeren Mengen Lebensmittel besorgt und Essenspakete zur Verteilung unter den geflüchteten Familien gepackt.

Lebensmittel werden in Tal Tamr zu Paketen geschnürt und für die Verteilung vorbereitet. Foto: Heyva Sor

Durch den Abzug der meisten internationalen Hilfsorganisationen müssen die Helfer*innen die Versorgung der Bevölkerung und zusätzlich der Kriegsverletzten und Binnenvertriebenen alleine stemmen. Auf die Unterstützung von außen sind die lokalen Rettungskräfte jetzt mehr angewiesen als je zuvor.

Wir von CADUS sind schwer beeindruckt von der Arbeit unserer Kolleg*innen von Heyva Sor und stehen solidarisch hinter ihren Forderungen:

  • für ein Ende der Aggressionen
  • für einen gesicherten Zugang internationaler Hilfsorganisationen in die Region
  • für direkte Unterstützung der Menschen in Nordostsyrien durch die internationale Politik

Beteilige dich mit deiner Spende an unserer Nothilfe für die Menschen in Nordostsyrien/Rojava.

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