Paramedic-Ausbildung Nordostsyrien
Veröffentlicht am 13. März 2020
von CADUS-PR

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Zielland/-region: Nordostsyrien
Zeitraum: 2014-2015
Kurzbeschreibung:
Die angespannte medizinische Versorgungslage in Nordostsyrien wurde durch die andauernden Kämpfe gegen den Islamischen Staat zusätzlich strapaziert. Medizinische Einrichtungen waren zerstört, es fehlte an Medikamenten, Material und Fachpersonal. Letzterem wollten wir mit einem Ausbildungsprogramm begegnen, um die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig zu verbessern und die Überlebenschancen der Patient*innen zu erhöhen. Leider mussten wir das das Projekt vorzeitig beenden, da aufgrund der politischen Lage ein Zugang zur Region nicht mehr möglich war.
Projektverlauf:
Im September 2014 reiste ein erstes Team nach Nordostsyrien, um sich ein Bild der Lage vor Ort zu machen und Bedürfnisse und Versorgungslücken zu identifizieren.
Der damals schon mehrere Jahre andauernde Bürgerkrieg hatte die Gesundheitsversorgung in der Region massiv eingeschränkt. Es fehlte an medizinischen Einrichtungen, funktionierender Rettungsstrukturen, Fachpersonal und durch ein Embargo auch an Material und Geräten. Gleichzeitig war der Bedarf nach medizinischer Versorgung, nicht zuletzt durch die zahlreichen Kriegsverletzungen, für die Bevölkerung hoch.
Trotz der schlechten Voraussetzungen und mit viel Improvisation hat es Heyva Sor a Kurd damals geschafft viele kostenfreie Angebote der Gesundheitsversorgung bereitzustellen.
Um die medizinische Versorgung nachhaltig zu verbessern entschieden wir gemeinsam, ein Ausbildungsprogramm für die Freiwilligen von Heyva Sor anzubieten und so den Aufbau eines flächendeckenden Rettungsdienstes zu unterstützen.
Das Programm wurde in sieben Module von 8-10 Lerntagen zu Themen wie Polytraumaversorgung, Gynäkologie, Hygiene und Notfallmanagement aufgeteilt. Mehrere Module konnten wir erfolgreich beenden. Ziel der Ausbildung war es ein “Train the Trainer”-System zu etablieren, um die Kursteilnehmer*innen in die Lage zu versetzen mittelfristig eigenständig Personal fortbilden zu können.
Leider wurde es ab Ende 2015 immer schwieriger für uns in die Region zu gelangen bzw. alle Kursteilnehmer*innen an einem Ort zu versammeln. 2016 verschlechterten sich die politische Situation und die Sicherheitslage in der Region weiter, sodass wir im September des Jahres das Programm abbrechen mussten.
Auf Grundlage dieser Erfahrung haben wir die Entwicklung einer e-learning Plattform gestartet, durch die die Weiterbildungen auch ohne Präsenz in der jeweiligen Region möglich sein wird.
Trotz des frühzeitigen Abbruchs des Projektes konnten wir punktuell die medizinische Versorgung vor Ort verbessern und aufgrund der dort gewonnenen Erfahrungen unser Mobile Hospital entwickeln. Nicht zuletzt hat dieses Projekt außerdem den Grundstein für unser bis heute andauerndes Engagement in Nordostsyrien gelegt.
Meet our Team: Nastia, Infield Operations Coordinator in der Ukraine
In diesem Interview haben wir uns mit Anastasia Vorobyova, Infield Operations Coordinatior in der Ukraine, unterhalten, um mehr über ihren Werdegang, ihren Alltag vor Ort und darüber zu erfahren, was sie antreibt, ihre unverzichtbare Arbeit fortzusetzen. Sie berichtet von ihrem Weg, von der Leitung einer Sprachschule bis hin zu ihrem Engagement in der humanitären Hilfe, von den Lebensrealitäten in einem Konfliktgebiet und von der unglaublichen Widerstandsfähigkeit der Menschen in ihrem Umfeld.
Die Patient*innen überwachen, während der Himmel dich überwacht
Die medizinische Neutralität wird psychologisch gesehen immer unsicherer. Das rote Kreuz, der Rettungswagen, das Krankenhaus, die OP-Kleidung oder die Tätigkeit als medizinisches Personal stehen normalerweise für Schutz und Neutralität. Unter ständiger Überwachung mag man diese Schutzmaßnahmen zwar rational verstehen, hat aber gleichzeitig das Gefühl, dass die Identifizierbarkeit nicht unbedingt Sicherheit bedeutet.
Hitze – mehr als nur heiß
Lange Hitzeperioden werden durch den Klimawandel zunehmen. Dabei ist Hitze weit mehr als ein Wetterphänomen. Sie betrifft unser gesellschaftliches Zusammenleben, Gesundheit, Umwelt, Politik und ganz konkret auch unsere Einsätze in Krisengebieten – und wird damit zu einer Frage globaler Gerechtigkeit.




