Das Sterben im Mittelmeer beenden! Cadus startet Operation „Mind ‘n’ Rescue“
Published on 31. January 2020
from CADUS-PR

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Ab sofort wird CADUS als Teil einer internationalen Crew auf dem von der lifeboat gGmbH betriebenen Seenotrettungskreuzer „Minden“ operieren. Damit unterstützen wir die Bemühungen der zivilen Organisationen zur Rettung in Seenot geratener Geflüchteter vor der libyschen und tunesischen Küste.
Seit der schmutzige EU-Türkei Deal voll zu greifen scheint und im Zuge dessen die Fluchtroute über die griechischen Inseln unpassierbar geworden ist, machen sich wieder tausende Geflüchtete auf den Weg über das zentrale Mittelmeer. Für viele wird diese Passage zur Todesfalle. Das im April 2015 gesunkene und erst vor wenigen Tagen von der italienischen Marine geborgene Flüchtlingsschiff mit über 800 Toten ist nur ein trauriges Beispiel dieser Realität.
Wir werden daher unser Engagement ausweiten und zukünftig neben Lesbos auch im zentralen Mittelmeer die zivile Seenotrettung unterstützen. Dazu rufen wir die Operation „Mind 'n' Rescue“ ins Leben. Die Mission wird auf dem von der lifeboat gGmbH aus Hamburg betriebenen traditionsreichen Seenotrettungskreuzer „Minden“ basieren. Wir werden dabei die Koordination der internationalen Crew übernehmen, an der neben den Seeleuten von lifeboat und Mitgliedern von CADUS auch das britische Atlantic Pacific International Rescue Boat Project und die andalusische Hilfsorganisation Proem-Aid beteiligt sein werden.
Die 1985 vom Stapel gelaufene „Minden“ war Jahrzehnte vor Sylt stationiert, bis sie schließlich 2013 außer Dienst gestellt und verkauft wurde. Jetzt hat der private Eigner, der das Schiff über die lifeboat gGmbH betreibt, die "Minden" für einen Search and Rescue – Einsatz zur Verfügung gestellt, an dem wir uns gerne beteiligen. Wir werden eng mit den anderen Initiativen wie Sea-Watch, SOS-Mediteranne und Ärzte ohne Grenzen zusammenarbeiten. Denn die „Minden“ ist äußerst wendig und kann außerdem Boote im Notfall direkter abbergen, als es für größere Schiffe möglich wäre. Damit stellt sie eine sinnvolle Ergänzung zur bisherigen zivilen Seenotrettung dar. Aufgrund der geringeren Aufnahmekapazitäten sind wir aber auf enge Kooperation angewiesen. Zusammen kann die Seenotrettung auf einem größeren Gebiet effizienter und sicherer für alle Beteiligten gestaltet werden.
Die „Minden“ befindet sich bereits auf Malta und läuft noch heute Abend zu ihrem ersten Einsatz aus. Wir hoffen, dass wir mit unserem Einsatz einen Beitrag zur Seenotrettung leisten und gemeinsam mit allen anderen Organisationen die Passage über das Mittelmeer zu einer weniger tödlichen Route machen können. Unsere Kritik an der Abschottungspolitik Europas bleibt nach wie vor bestehen, genauso wie unsere Forderung nach sicheren Fluchtwegen!
Beenden wir das Sterben im Mittelmeer – For a safe passage!
Bild: lifeboat gGmbH
Veröffentlicht:
Verfasser*in: von Jonas Grünwald
“The red thread must become the red line again!”
On 27.05.25, we and eight other humanitarian aid organizations working in Gaza drew a "red line" in front of the Federal Foreign Office in Berlin to demand compliance with international law. For us it is clear: the protection of civilians, medical personnel and humanitarian aid is non-negotiable! We document our translated speech at the rally here.
Complex crisis – simple answer: solidarity!
"The fundamental weakness of Western civilization is empathy," said chainsaw-wielding multi-billionaire Elon Musk in a recent podcast. And he is right. But differently than he thinks.
Global Solidarity Now. Now more than ever!
In our areas of operation – Gaza, Ukraine, and other crisis regions – we witness every day just how urgently people rely on fast and flexible humanitarian response. Especially now, as humanitarian assistance comes under increasing global pressure, our work is more challenging and more vital than ever.




