Rettungsdienst im Krisengebiet
Published on 9. November 2022
from CADUS-PR

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Dnipro, Millionenstadt über 1800 Kilometer von Berlin, fast 500 Kilometer südöstlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew: Vier bis sechs CADUS-Medics sind dort seit August im Wechsel im Einsatz. Mit bis zu vier eigenen Ambulanzfahrzeugen führen sie seither Transporte Schwerverletzter aus der Region im Osten (ca. 100 km von Saporischschja) in den Westen der Ukraine durch; dort ist die Versorgungslage besser und nötigenfalls können Patient*innen von dort weiter ins Ausland verlegt werden.
Von Dnipro aus führen die Einsätze unser Team auch immer wieder in Frontnähe, in den sogenannten Frontbogen nicht weit von Donezk. In vielen Orten dort sind kleine Krankenhäuser völlig überlastet mit der Behandlung verletzter Soldat*innen und Zivilist*innen, das Personal ist entsprechend belastet und eine langfristige Versorgung von Schwerverletzten nahezu unmöglich. Umso wichtiger ist die Verlegung von Patient*innen in den Westen.

Patientenversorgung mit dem Smartphone: die Bilder des Ultraschallgeräts werden direkt auf dem Handy wiedergegeben. Foto: CADUS
MedEvac Ukraine
Im März planten wir zunächst einen Einsatz als „Emergency Medical Team“, um vor allem mit unseren bisherigen Kernkompetenzen Kriegsbetroffenen helfen zu können und eher allgemeinmedizinische Versorgung von Geflüchteten anzubieten. Relativ schnell haben wir dann unser ursprüngliches Einsatzszenario bedarfsgerecht angepasst, indem wir auf Anfragen der örtlichen Gesundheitsbehörden und der WHO reagierten: Der notwendigste Bedarf sei die Evakuierung von schwerverletzten Patient*innen aus der Ukraine. Die Fachbezeichnung für solche Überführungen: „MedEvac“ – medical evacuation.
Seither haben wir einiges an Aufwand betrieben, um diesen Einsatz zu professionalisieren: Unter anderem haben wir eine Leitstelle für die Koordination aller medizinischen Evakuierungen, die über Lwiw stattfinden, etabliert. Dort koordinierten wir acht Organisationen mit insgesamt zwölf Ambulanzen, die bisher ca. 700 Patient:innen evakuiert haben. Unsere Schwerpunktaufgabe sind dabei die schwer verletzten und/oder intubierten Patient*innen, insbesondere auch Spezialtransporte von Säuglingen und Kleinkindern.

Die regelmäßige Kontrolle der Fahrzeuge und der Geräte, besonders vor einer Einsatzfahrt, ist absolut notwendig. Hier testet unser Team ein Beatmungsgerät auf seine Funktion. Foto: CADUS
Fahrzeuge, Equipment und Trainings
Aktuell arbeiten wir an der Beschaffung von vielen Ambulanzfahrzeugen für den Einsatz in der Ukraine – gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amts – und stellen rund 22 davon Organisationen in der Ukraine zur Verfügung. Viele Ambulanzen statten wir außerdem mit Beatmungsgeräten aus. Mittlerweile haben wir auch einen umgebauten Bus für Patient*innentransporte im Einsatz, den wir an lokale Strukturen übergeben werden. Damit wird die generelle intensivmedizinische Transportkapazität ukrainischer Rettungsdienste erheblich verbessert, denn Fahrzeuge für Intensivtransporte sind in der Ukraine absolute Mangelware. Zudem bieten wir auch auf die Situation angepasste Trainings für lokale Rettungskräfte an, damit die Geräte wirkungsvoll eingesetzt werden können.
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Verfasser*in:
We arrived in Mosul just in time
“It’s going to take a long time, it’s going to be hard and all Trauma Stabilization Points (TSPs) will reach their limits. So as the fourth TSP we arrived just in time and are in a good position regarding staff and material” Kris sums up, who is in Mosul for CADUS at the moment.
In the heat of the night
Our CEO Sebastian with a little report about his experiences in Mosul: “Another night shift is over for the CADUS team in our Mosul TSP. After the breaking of the fast, when it's getting dark and temperature is falling a little bit, gunfights are starting again. It's almost certain that there will be another high …
Safety issues in a warzone
How the injured come to us? What is an CCP? And how we are protected in the place? Seb with another article from our Trauma Stabilization Point in Mosul.




