Tag der Menschenrechte – auch auf der Balkanroute?
Published on 26. March 2019
from CADUS-PR

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Den Tag der Menschenrechte, vor genau 70 Jahren durch die UN verabschiedet, nehmen wir zum Anlass um auf die Situation Geflüchteter auf der sogenannten Balkanroute aufmerksam zu machen.
Dort harren immer noch tausende Menschen aus, vergessen und ignoriert von staatlichen Institutionen und der breiten Öffentlichkeit.
Doch diese Menschen sind real und die Konsequenzen des Nichtbeachtens für sie deutlich spürbar. Sie leben auf den Straßen der großen Städte, in Zelten oder in verlassenen Häusern. Ohne ausreichende Nahrung, adäquate Kleidung, Sanitärversorgung oder medizinische Betreuung. Krankheiten wie Krätze breiten sich schnell aus, Verletzungen bleiben unbehandelt und selbst Kratzer können so eine ernsthafte Bedrohung werden. Mit dem kalten Winter nehmen auch die Erfrierungen an Fingern und Zehen zu.
Geflüchtete werden zum Spielball der staatlichen Interessen, niemand fühlt sich für sie verantwortlich. Statt zu helfen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, werden Grenzen geschlossen, Menschen gewalttätig zurückgedrängt und ihnen sämtliches Hab und Gut abgenommen.
Die Liste der Verstöße gegen eigentlich verbriefte Menschenrechte ist lang. Wie diese aber durchsetzen, wenn man sich nichtmal das nächste Essen leisten kann?
Unsere Aufgabe muss es sein, sich für die Belange von Menschen in Notsituationen stark zu machen und dafür zu sorgen, dass Ungerechtigkeiten publik gemacht und beseitig werden. Wir müssen mit den Betroffenen zusammen für ein Ende dieser menschenunwürdigen Verhältnisse eintreten.
Gleichzeitig müssen wir konkret die Situation zum Besseren wenden. Mit unserer Emergency Response versorgen wir deshalb diesen Winter Geflüchtete in Bosnien. Momentan behandeln wir bis zu 40 Patient*innen am Tag in unserer mobilen Gesundheitsstation. Außerdem werden wir zusätzlich einen Dusch-LKW in den Einsatz bringen. Duschen bedeutet Wärme, bedeutet weniger Infektionen und bedeutet ein Stück Würde.
Mit deiner Spende kannst du uns dabei unterstützen und damit helfen, den Geflüchteten in Bosnien einen Teil ihrer Menschenrechte zu wahren.
*Das Foto ist entstanden durch die Zusammenarbeit mit BASIS Bosnia und unserem Fotografen Christoph Löffler. Wir haben notdürftige Unterkünfte von Geflüchteten in Sarajevo aufgesucht und haben erkundet, ob sie medizinische Hilfe, Winterschuhe, warme Decken oder ähnliche Dinge brauchen um über den Winter zu kommen.
Veröffentlicht:
Verfasser*in: von Jonas Grünwald
News from northern Syria
Good news for our projects in Rojava, Northern Syria. Funding for the medical care station in Raqqa was extended and our proposal to furnish a Trauma Stabilization Point including training for local personnel was granted. This way, we can create medical capabilities in preparation of possible new fights breaking out.
Endstation Sarajevo?
Tausende Geflüchtete stecken auf ihrem Weg ins Herz Europas in Bosnien-Herzegovina fest. Als Mitglied unserer Emergency Response ist Jonas in Sarajevo im Einsatz und erzählt uns in einem persönlichen Bericht von seinen Erfahrungen.
Auge um Auge, Zahn um Zahn
Nein, hier geht es nicht um eine biblische Auseinandersetzung. Vielmehr brauchen Geflüchtete in Bosnien Unterstützung bei Augen- und Zahnbehandlungen. Unser Head of Mission Adrian berichtet.




