Update Medic-Team
Published on 14. February 2016
from CADUS-PR

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Die zeitgleich geführten Offensiven verschiedener kurdischer Kampfverbände auf beiden Seiten der syrisch-irakischen Grenze sind vorerst abgeschlossen, beziehungsweise weit genug von unseren üblichen Einsatzorten entfernt. Das hieß für uns, dass sich das nächste Medic-Team letzte Woche auf den Weg machen konnte.
Seit ein paar Tagen sind die Ärzt*innen jetzt bereits vor Ort und kümmern sich sowohl um Verletzte als auch um die Schulung der dortigen medizinischen Nothelfer*innen. Mit der gemeinsamen Tätigkeit von CADUS und Kurdischem Roten Halbmond in den Kantonen Rojavas soll ein Grundstein für eine medizinische Infrastruktur gelegt werden. Der geübte Umgang mit dem Ultraschall muss dabei genauso Realität werden, wie die Versorgung von Minenopfern. Denn letztere gehören leider auch zum täglichen Leben in und um die größeren Städte herum, welche erst kürzlich vom so genannten IS zurückerobert wurden. Mit der gezielten Verminung oder dem Hinterlassen von Sprengfallen in Häusern, Autos und sogar Leichen soll ein geordnetes Alltagsleben unmöglich gemacht und ein dauerhaftes Klima der Unsicherheit geschaffen werden. Dass sich viele Bewohner*innen Rojavas davon nicht entmutigen lassen,zeigen die Zahlen der Rückkehrer*innen: In und um Kobanê leben mittlerweile wieder an die 40.000 Menschen, auch nach Hesîçe (Hasakah) und ins mehrheitlich von Araber*innen bewohntem Al-Hawl kehren zusehends Familien zurück.
Diese müssen medizinisch versorgt werden. Die Behandlung von Diabetes, Bluthochdruck und Bronchitis sind zwar weniger spektakuläre Bilder, als man sie von der Berichterstattung aus den Krisengebieten gewohnt ist,jedoch für die zivile Bevölkerung von großer Dringlichkeit. Deswegen werden wir weiterhin Ausbildungskurse in Kooperation mit Heyva Sor A Kurd durchführen, für spezifische Anforderungen auch mal Spezialist*innen entsenden und zusammen mit unseren Partnerstrukturen mithelfen, ein Stück weit Alltag wiederherzustellen.
Kito
Anmerkung in eigener Sache: Wir bei CADUS sind viele. Viele Menschen mit vielen Stärken,Aufgaben, Interessen und Meinungen. Das spiegelt sich natürlich auch im Blog wieder, sei es in der Verwendung verschiedener Umschriften (obwohl es natürlich nur EINE richtige gibt, aber egal ;-) ), in der inhaltlichen Ausrichtung oder auch der politischen Färbungder jeweiligen Artikel. So verschieden wie wir im Team sind, so verschieden können auch unsere Einträge sein. Damit ihr das im Zweifelsfall klar(er)zuordnen könnt und vor allem damit wir unserem Anspruch gerecht werden, so weit wie möglich transparent zu arbeiten, möchten wir unsere Einträge ab jetzt signieren. Nein, nicht mit Unterschrift auf Foto! Sondern in Form eines Namenskürzels, Initialien, Alias…. Jede*r hat da die freie Auswahl.
Wir hoffen euch gefällts.
Veröffentlicht:
Verfasser*in: von Jonas Grünwald
Shelter Diary
The people of Ukraine are under constant threat of the drone and missile attacks from the Russian military. Residential areas and civilian infrastructure are repeatedly targeted, and there are regular reports of deaths and injuries. Our teams, too, must deal with this danger. In the following brief excerpts, one of our staff members describes her experiences over the past few days.
CADUS goes Interschutz: Why we exhibit rust and dents instead of high-tech
With a DIY solution, we’re bringing a slice of reality from humanitarian work in war zones to the international trade fair. Our CEO, Sebastian Jünemann, explains why this is necessary in this article.
If only Gaza were a cruise ship
While the outbreak and spread of the hantavirus on a cruise ship is causing quite a stir and some are already worried about a coronavirus pandemic 2.0, outbreaks of infectious diseases elsewhere are going largely unnoticed.




