Unsere erste Woche in Rojava 2/2
Published on 14. February 2016
from CADUS-PR

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Wie gesagt ziehen wir nach einer Woche in Rojava in vielen Punkten eine positive Bilanz: Nach unserem Eindruck funktionieren gesellschaftliche, progressive Prozesse hier nach dem Prinzip des gemeinsamen Dialogs.
Wie alle basisdemokratischen Prozesse verlangsamt das natürlich auch vieles, und manche Strukturen in der Region sind für uns auch schwierig zu durchschauen. Aber es wird ganz offensichtlich versucht, tatsächlich allen Beteiligten eine Stimme, eine Möglichkeit der Vertretung und des Mit-Entscheidens zu geben.
Wir werden nach unserer Rückkehr mehrere Features zu einzelnen Themenbereichen nachbereiten, und auch die zahlreich geführten Video-Interviews sicht- und hörbar machen.
Den vielen positiven Eindrücken lassen sich aber natürlich auch andere Eindrücke entgegensetzen, die nicht zuletzt der Grund für unsere Mission sind: Die Tage hier sprechen von vielen, vielen verletzten Menschen aus den Kämpfen gegen den IS. Von überlasteten Mediziner*innen, leeren Krankenhausapotheken und kaputten Ambulanzfahrzeugen. Von provisorischen Straßenbarrikaden und –kontrollen überall als Reaktion auf die neuerlichen Bombenangriffe. Sie sprechen von trauernden Familien und ihren herzzerreißenden Verlusten. Sie sprechen von einer zivilen Gesellschaft, die unter den Embargos von allen Seiten und der Ignoranz der Anti-IS-Koalition leidet.
Wie die Menschen hier trotz allem so voller Zuversicht sind, sich voller Eifer in die Organisationsprozesse stürzen und uns mit unglaublicher Gastfreundschaft empfangen, während sie sich gleichzeitig unverändert entschlossen und kämpferisch gegen den IS stellen, ist schlicht bewundernswert.
Veröffentlicht:
Verfasser*in: von Jonas Grünwald
About failure
At some point it seems, it had to hit us as well. For quite a time now representatives of other aid organisations active in North Syria kept asking us how we managed to get over the border of Turkey and Syria so easily.
Support at Slovenian-Croatian border
For the time being, state institutions, as well as the Slovenian Red Cross disallowed any support of the refugees arriving at the border. At this moment we, as CADUS, mainly try to concentrate on our work in the regions of North Syria. Nevertheless, as two weeks ago we were asked to support structures at the …
Good news from Sere Kanyie
It has been almost a year since our first training team in Rojava visited the border town of Sere Kaniye (Ras al Ain) and its local hospital. The city was occupied by the so-called Islamic State until the Kurdish YPG/YPJ forces liberated it in 2013.




