CADUS Response – Gemeinsam gegen COVID19

Durch die COVID19-Krise stehen wir in unseren laufenden Projekten ganz besonderen Herausforderungen gegenüber. Wir arbeiten intensiv daran, die lebenswichtige Arbeit in unserem Feldkrankenhaus im Camp Al Hol in Nordostsyrien in der aktuellen Situation fortführen zu können.

Mit unserem Crisis Response Makerspace in Berlin unterstützen wir auch hier vor Ort Initiativen, die der gegenwärtigen Krise und damit verbundenen Ungleichverteilung der Hilfsmittel etwas entgegensetzen. Zudem prüfen wir gerade, wo CADUS sich sinnvoll international gegen COVID19 einsetzen kann. In der aktuellen Lage gestaltet sich humanitäre Nothilfe über Grenzen hinweg äußerst schwierig, doch Hilfe ist dringend notwendig. Denn die globale Ungleichverteilung des Zugangs zu (medizinischer) Hilfe ist durch COVID19 teilweise dramatisch verschärft worden. Ob und wie wir im Zuge der aktuellen Krise in eine weitere Emergency Response gehen, könnt ihr auf unserem Blog verfolgen.


Über CADUS

CADUS ist eine gemeinnützige und unabhängige Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Berlin und regionalen Büros in Nordirak und Nordostsyrien. In unseren Projekten setzen wir auf Innovation, Nachhaltigkeit, und den Aufbau bedarfsorientierter lokaler Kapazitäten. Wir arbeiten dort, wo kaum andere Hilfsorganisationen tätig sind, oder wo sie sich zurückgezogen haben. Uns ist die Kooperation mit lokalen Partner*innen besonders wichtig. Gemeinsam arbeiten wir an Lösungen und Innovationen werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Mehr über unsere Arbeit erfahrt ihr auf Twitter, Facebook, Betterplace, Youtube, Instagram und hier:


Blog

Bald sind es schon vier Wochen, in denen wir täglich die Bewohner*innen des Camps Kara Tepe 2 auf Lesbos behandeln. Über den medizinischen Zugang gewinnen wir einen Einblick in das Leben im Camp. Viele Krankheitsbilder wiederholen sich immer wieder und stehen vermutlich in direktem Zusammenhang mit den aktuellen Lebensbedingungen dort. Angefangen bei häufigen Rückenbeschwerden, zurückzuführen auf das Schlafen auf dem Zeltboden, bis hin zu schwerwiegenden psychischen Problemen.

 

Zwei Mitglieder unserer Crew, die die ersten zwei Wochen unseres Einsatzes im Camp Kara Tepe 2 waren, erzählen von ihrem Einsatz. Rebekka (Ärztin) und Lamin (Rettungsassistent) berichten, wie es für sie war, in einem Geflüchtetenlager medizinisch zu arbeiten. Sie erzählen, was sie besonders frustriert hat und welche Eindrücke sie wieder mit nach Deutschland genommen haben.

Das gesamte Einsatzteam von ASB und CADUS steht auf Lesbos unter einer Dachkonstruktion.

Wir sind nun zusammen mit dem ASB seit zwei Wochen im Camp Kara Tepe 2 auf Lesbos in Griechenland. Ein erstes Zwischenfazit des Einsatzes lautet: it‘s complicated. Wir wollen nicht, dass Menschen in Lagern leben müssen. Faktisch lässt sich der aktuelle Zustand aber nicht kurzfristig auflösen, solange die EU daran kein Interesse zeigt. Also müssen wir mit dem arbeiten, was wir haben. Hier eine kleine Bestandsaufnahme, was wir auf Lesbos vorgefunden haben.


Projekte